"Bildungsprämie des Bundes" - Bildungsförderung kaputtgespart

Dienstag, 08. Mai 2012 um 14:05 von in Aktuelles
Ich habe ja hier schon ein paarmal über die "Bildungsprämie des Bundes" gebloggt - z.B. hier und hier , auch darüber, dass Ende 2011 dem Förderinstrument die Zähne gezogen wurden. Man bekommt den Zuschuss von max. 500 Talern im Jahr jetzt nur noch, wenn das zu versteuernde Einkommen höchstens 20.000 Euro/Jahr beträgt.
Hier ein Update: seit der Absenkung der Einkommensgrenze hatten wir hier (Webmasters College/Webmasters Fernakademie) keine einzige Buchung mit Prämiengutschein mehr:

...und das, obwohl im 1. Quartal 2012 die Buchungen auf der Fernakademie geradezu explodiert sind. Aber die Absenkung der Einkommensgrenzen war offenbar für die Bildungsprämie das Ende, sie ist nicht mehr attraktiv. Oder der Personenkreis, der jetzt noch Anrecht auf den Zuschuss hat, kann sich Bildung nicht mehr leisten - 20.000 Taler/Jahr sind, je nach Lebenssituation, nicht allzu üppig.
Nicht, dass ich dem bürokratischen Aufwand nachweinen würde, der mit diesen Gutscheinen verbunden ist... aber ob Kaputtsparen der richtige Weg ist?
UPDATE: von einer Beratungsstelle höre ich gerade, dass es noch einen weiteren Grund gibt, weswegen niemand mehr mit einem Prämiengutschein zu uns kommt: die Beratungsstellen mussten sich offenbar alle neu akkreditieren lassen und dann an einer Präsenzschulung teilnehmen - und auf die Schulungstermine mussten die Berater offenbar bis zu 5 Monate warten. Also keine Beratungsstellen, keine Gutscheine. Das ist natürlich auch ein Sparmodell.
Ich finde das mit den 5 Monaten aber eigentlich nur gerecht - wenn wir der Abrechnungsstelle einen Gutschein vorlegen, warten wir schließlich auch immer 5 Monate auf unser Geld.
Tags: Bildungsprämie des Bundes , Weiterbildung Förderung , Bildungsprämie
